Datum: 17. Dezember 2025 um 5:16 Uhr
Einsatzart: Großfeuer
Einheiten und Fahrzeuge:
- ELW 1, KdoW-BvD, TLF 3000, DLA(K) 23/12, HLF 20-1, GW-L 2, TLF 24/50, LF 20/16, LF 10, ELW 1 Widder, GW-Technik, Kdow, Kdow-StBM, MTF
Einsatzbericht:
Es ist ein Einsatz, bei dem Sekunden über das Ausmaß der Schäden entscheiden. Als die Feuerwehr Goslar am frühen Mittwochmorgen zu einem Gebäudebrand am Claustorwall ausrückte, stand schnell fest, dass sich das Feuer bereits weit ausgebreitet hatte.
Dennoch gelang es, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
„Dass es gelungen ist, das Feuer dort zu halten, wo es war, das ist ein großer Erfolg der Feuerwehr“, erklärte Einsatzleiter und Stadtbrandmeister Christian Hellmeier im Anschluss. Trotz der fortgeschrittenen Brandentwicklung bei Eintreffen der ersten Kräfte habe der Schaden so den Umständen entsprechend begrenzt werden können.
Am Mittwochmorgen, 17. Dezember 2025, wurde die Feuerwehr Goslar um 05:16 Uhr zu einem gemeldeten Zimmerbrand in der Straße Claustorwall alarmiert. Das erste Alarmstichwort lautete B2 – Zimmerbrand. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich jedoch eine deutlich fortgeschrittene Brandentwicklung. Hinter Fenstern im zweiten OG des historischen Wohngebäudes waren massive Flammen sowie dichter Rauch sichtbar. Aufgrund dieser Lage wurde das Einsatzstichwort unverzüglich auf B3 – Dachstuhlbrand erhöht und umfangreiche weitere Kräfte aus Goslar sowie aus dem Umland nachalarmiert.
Der Brand hatte sich auf den mittleren Gebäudeteil ausgedehnt. Betroffen waren insbesondere das zweite Obergeschoss sowie der Spitzboden. Die im historischen Gebäude vorhandene Brandmauer erwies sich dabei als wirksam und verhinderte eine Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Gebäudeteile. Die übrigen Wohnungen blieben von einer Brandausbreitung verschont und erlitten den Umständen entsprechend lediglich leichte Wasserschäden.
Die Brandbekämpfung erfolgte unter Atemschutz im Innenangriff und unter Beachtung des Artenschutzes. Parallel dazu wurde das Feuer von außen über die Drehleiter der Feuerwehr Goslar sowie den Teleskopmast der Feuerwehr Langelsheim bekämpft. Im weiteren Verlauf wurden der Dachstuhl kontrolliert, Nachlöscharbeiten durchgeführt und verbliebene Glutnester abgelöscht. Zudem wurden Strom- und Gasversorgung im Brandgebäude abgeschaltet. Im Einsatzverlauf kam auch Speziallöschschaum (F-500) zum Einsatz. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Parallel zum Feuerwehreinsatz lief ein umfangreicher rettungsdienstlicher Einsatz. Insgesamt wurden rund 15 Personen medizinisch betreut. Eine Person wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert. Weitere Betroffene wurden vor Ort gesichtet, versorgt und im Anschluss betreut oder untergebracht. Die Betreuung der Betroffenen erfolgte unter anderem durch das Deutsche Rote Kreuz in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Stadt Goslar.
An dem Einsatz waren neben der Feuerwehr Goslar auch die Feuerwehren aus Oker, Hahnenklee und Hahndorf sowie die Feuerwehr Langelsheim beteiligt. Darüber hinaus waren der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei, das Ordnungsamt, der örtliche Energieversorger sowie Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde im Einsatz. Letztere begleiteten den Einsatz insbesondere aufgrund der eingesetzten Löschmittel.
Insgesamt waren rund 140 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und weiteren unterstützenden Organisationen über mehrere Stunden im Einsatz. Nach Abschluss der
Nachlöscharbeiten, umfassender Kontrollen und der Sicherung des Gebäudes konnte der Feuerwehreinsatz im Laufe des Vormittags beendet werden.















