Hier wollen wir Ihnen einen Einblick in unsere Unterkunft an der Okerstr. geben. Erfahren Sie wo unsere Fahrzeuge stehen, wo wir Ausbildung betreiben und was alles an Werkstätten und Logistik zu einer Freiwilligen Feuerwehr dazugehört.

Kantinenbereich

Um den geselligen Teil der Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr zu unterstützen ist neben dem Unterrichtsraum ein Raum für das Beisammensein nach Einsätzen und Ausbildungen eingerichtet.
Bei großen Einsatzlagen (Hochwasser, Sturm, etc.) könnten sich hier die im Einsatz befindlichen Kameraden aufwärmen und mit einer Tasse Kaffee oder Tee für die weitere Arbeit stärken.
Die Verpflegung der Einsatzkräfte wird nebenan in einer Küche von Kameraden und deren Frauen vorbereitet und verteilt.

Rüstlager

Hier ist besonderes Material und Gerät eingelagert, das nur bei speziellen Einsätzen gebraucht wird. So befindet sich hier eine Vorrat an Bindemittel für Öle, Schaummittelkonzentrat, Rüsthölzer um Dinge zu unterbauen oder abzustützen, aber auch Kraftstoffe für Pumpen und Aggregate.
Im Rüstlager werden aber auch Reservegeräte gelagert, um möglicherweise derfektes Einsatzgerät schnellstmöglich austauschen zu können und die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.

Umkleidebereich

Im Einsatzfall kommen die Kameraden zuerst in den hinter der großen Fahrzeughalle gelegenen Umkleidebereich um hier ihre persönliche Schutzausrüstung anzuziehen und ihre persönlichen Sachen abzulegen. Dazu steht jedem Aktiven Kameraden ein Spind zu Verfügung.
Im offenen Teil wird die Einsatzkleidung (Sicherheitsstiefel, Einsatzhosen, Einsatzjacken, Helm, Handschuhe, Sicherheitsgurt) gelagert. Zum einen kann hier die Kleidung trocknen und ist im Alarmfall schnell griffbereit. Daneben befindet sich der verschlossene Teil des Spindes.

Hier kann jeder Sachen seines persönlichen Bedarfs hinterlegen, (Wechselkleidung, Duschzeug, etc.) um nach den Einsätzen nicht in dreckiger nach Brandrauch riechender Kleidung nach Hause fahren zu müssen.

Im Einsatz verschmutzte Einsatzkleidung wird in der Fahrzeughalle gesammelt und von dort durch die Gerätewarte in eine Wäscherei gebracht. Neben dem Umkleidebereich steht ein Waschraum mit Duschen zur Verfügung.

Atemschutzwerkstatt

In der Atemschutzwerkstatt werden sämtliche Atemschutzgeräte des Stadtverbandes Goslar gereinigt, geprüft, gefüllt und soweit nötig/möglich gewartet und repariert. Zusätzlich werden für die Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehr Goslar deren Übungen und Einsätze unter Atemschutz dokumentiert und die erforderlichen medizinischen Untersuchungen der Kameraden organisiert.

Diese umfangreichen und zeitintensiven Arbeiten werden durch vier Kameraden durchgeführt. Neben ihrer regulären Ausbildung in der Feuerwehr mußten sie an einem Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule Celle teilnehmen, der sie für die Arbeiten in der Werkstatt qualifiziert. Sie tragen eine hohe Verantwortung, verlassen sich doch die Kameraden auf die zuverlässige Arbeit der Atemschutzwerkstatt wenn sie in den Einsatz unter Atemschutz gehen.

Zu den Arbeiten in der Werkstatt gehört es jede benutzte Atemschutzmaske nach einem Einsatz zu waschen, trocknen, auf Beschädigungen zu prüfen und neu zu verpacken. Gleiches gilt auch für die Lungenautomaten. Turnusmäßig müssen an den Geräten einzelne Bauteile ausgetauscht werden. Diese Arbeiten fallen je Gerät halbjährlich bzw. in einem 3- oder 6-Jahresturnus an.
Allein bei einer ausgelösten Brandmeldeanlage müssen die Kameraden mindestens zwei Masken reinigen und prüfen. Bei Wohnungsbränden kommen schnell mal 10-12 Geräte zusammen, bei Großfeuern müssen teilweise über 30 Masken und Lungenautomaten gepflegt werden.

Die Atemluftflaschen werden nach jeder Benutzung wieder mit Atemluft gefüllt um ihre für den Einsatz minimalen Fülldrücke von 180 bzw. 270 bar zu haben. Sollten das Tragesystem der Atemluftflasche durch den Einsatz verschmutzt sein so wird dies natürlich bevor es wieder als Einsatzbereit gilt gewaschen und gereinigt.

Alle Arbeiten in der Atemschutzwerkstatt müssen aus versicherungstechnischen Gründen protokolliert und dokumentiert werden. Man kann sagen das ein Kamerad nur für die Verwaltungsarbeit in der Werkstatt benötigt wird.

Leitstelle

Bei größeren Einsätzen oder sogenannten „Flächenlagen“ (z.B. Hochwasser, Sturm, etc.) mit vielen Einsatzstellen wird durch Kameraden der Funktisch besetzt und die Einsätze koordiniert oder auch nur der Nachschub koordiniert. Dazu stehen Funkgeräte, ein Faxgerät, Telefon und ein Computer zur Verfügung. Zur Dokumentation und zur speziellen Informationsgewinnung steht eine umfangreiche Büroausstattung und Nachschlagewerke zur Verfügung. Um die Arbeit der Kameraden vor Ort zu Unterstützen wurde eine große Stadtkarte installiert.

Auf ihr können durch eingebaute LED´s besondere Gefahrenpunkte, Hydranten und Wasserentnahmestellen angezeigt werden.
Der Raum wird im normalen Dienstbetrieb als Büro für die Führung der Ortsfeuerwehr Goslar genutzt. So stehen dem Ortsbrandmeister, seinem Stellvertreter, dem Kassierer und dem Schriftführer Arbeitsplätze mit durch die Kameradschaftkasse oder über Spenden finanzierte Computer zur Verfügung.

Museum

Der zum Teil begehbare Dachboden wurde durch die Kameraden der Feuerwehr ausgebaut und durch Mitglieder der Altersabteilung als ein kleines Museum eingerichtet.

Anhand vieler Exponate, vom Ledereimer über Uniformen bis hin zu Alarmierungseinrichtungen wird die Arbeit der Feuerwehr über die Jahre dargestellt. Dieses wird durch Bilder und Dokumente die in Vitrinen und Auslagen zu sehen sind noch lebendiger dargestellt.
Derzeit laufen Überlegungen das Museum weiter auszubauen, da der vorhandene Platz nicht ausreicht um einen umfassenden Einblick in die Vergangenheit der Feuerwehr zu geben.

Museum

Schlauchlager

Im Landkreis Goslar besteht seit dem Bau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) im Jahr 1979 einen zentralen Schlauchpool aller Feuerwehren. Alle Schläuche werden zentral in der FTZ gewaschen und nötigenfalls repariert. Jede Feuerwehr beteilgt sich entsprechend an Ersatzbeschaffungen von verschlissenen Schläuchen. Die Mitarbeiter der FTZ fahren auf Anforderung zu den einzelnen Feuerwehren und tauschen dort benutzte Schläuche gegen saubere aus.

Bei der Ortsfeuerwehr Goslar tauschen die beiden hauptamtlichen Gerätewarte die Schläuche direkt bei der FTZ. Aufgrund der Einsatzhäufigkeit werden die benutzten Schläuche jedoch nicht nach jedem Einsatz getauscht, sondern gesammelt und erst wenn eine Gitterbox mit dreckigen Schläuchen voll ist getauscht. Um für die Zwischenzeit genug Schläuche zu haben wird eine Reserve vorgehalten.
Neben den Schläuchen werden hier spezielle Einsatzgeräte für (Hoch-)Wassereinsätze gelagert. Neben Wassersauger und Tauchpumpen können die Kameraden auf Regenjacken und Gummistiefel zugreifen.

Schlauchlager

Fahrzeughallen

Die Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Goslar stehen auf zwei Fahrzeughallen verteilt. In der 1. Fahrzeughalle, die direkt an die Umkleideräume anschliesst, stehen die Fahrzeuge des 1. Löschzugs sowie das LF 20/16 und das TLF 24/50.

In der  2. Fahrzeughalle, die abgesetzt vom Hauptgebäude steht, sind alle weiteren Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Goslar untergebracht.

Die Aufteilung in zwei Fahrzeughallen musste erfolgen, da zur Bauzeit der Feuerwache aus Umweltschutzgründen ein älterer Baum nicht gefällt werden durfte. Dieses wäre jedoch notwendig gewesen, um eine einzelne Halle zu erstellen. Mitlerweile ist auch dieser Baum aus Krankheitsgründen der Kettensäge zum Opfer gefallen.

Unterrichtsraum

Für Ausbildungsdienste steht der Feuerwehr Goslar ein multifunktionaler Unterrichtsraum zur Verfügung. Dieser Raum ist mit Magnettafeln, Projektionswand, Overhead-Projektor, einem Tisch für chemische Versuche und entsprechender Bestuhlung ausgestattet.

Der Unterrichtsraum ist durch eine flexible Trennwand vom Aufenthaltsbereich getrennt, so dass bei größeren Veranstaltungen der Raum noch erweitert werden kann.

Steigerturm

Für die Kameraden war es 1984 mit dem Neubau der Feuerwache an der Okerstrasse selbstverständlich das der alte Steigerturm von der Wache Marstall mit umzieht. Auch wenn er nicht mehr zur Ausbildung der „Steiger“ und zum Trocknen der Schläuche dient, so sollte er weiterhin zum Erscheinungsbild der Ortsfeuerwehr Goslar gehören.
Am ehemaligen Standort auf dem Hof der Wache Marstall wurde der 1912 errichtet Fachwerkturm Balken für Balken abgebaut und jedes Bauteil markiert und seine Lage dokumentiert. Nachdem das steinere Fundament am Rande des Ziegenplatzes an der Okerkreuzung stand wurde der Turm Stück für Stück wieder aufgebaut. Nach über 3.100 Arbeitsstunden konnten Richtfest gefeiert werden.

In der Chronik zum 130-jährigen Jubiläum und dem Umzug an die Okerstr. steht:
„Ortsbrandmeister Kranz hat allen Grund, vieles und viele zu loben: in erster Linie die spontane und gerdezu unbürokratische Hilfe der Verwaltung, den Arbeitseifer der am Aufbau beteiligten Feuerwehrkameraden, die Firmen, die selbstlos mit Gerät und Material beistuerten, die Dachdecker und Zimmerleute, die Klempner und Maler.
Als Baudenkmal im Sinne des §3 des Nds. Denkmalschutzgesetzes wurde die historische Bausubstanz exakt gewahrt! Der Turm soll – wie auch schon auf dem Marstall – zu Anleiter-, Steig- und Sprungübungen genutzt werden, außerdem in seinem Inneren eine Gedankstätte, ein Ehrenmal für die gefallenen Feuerwehrkameraden aufnehmen.
Mit Hakenleitern wird man am Turm allerdings nicht mehr exerzieren; das ist bei den Freiwilligen Feuerwehren aus der Mode gekommen, zum Leidwesen einiger junger Feuerwehrmänner, die gar zu gern beweisen möchten, dass sie den Kletterübungen früherer Jahre durchaus gewachsen sind.
Auch seine Funktion als Schlauchturm hat das Bauwerk verloren, nachdem das Schlauchmaterial auf der Bornhardtstraße in der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises gewaschen, getrocknet und gepflegt wird.“