Datum: 4. August 2026 um 1:20 Uhr
Einsatzart: Personensuche
Einheiten und Fahrzeuge:
Einsatzbericht:
Am frühen Dienstagmorgen, den 04.08.2026, alarmierte die Polizei gegen 01:20Uhr die Feuerwehr Goslar zur Unterstützung bei der Suche nach einem vermissten Bewohner aus einer Senioreneinrichtung in Wiedelah.
Zunächst wurde die gemeinsame Drohneneinheit der Ortsfeuerwehren Goslar und Lengde alarmiert, um das Gebiet aus der Luft abzusuchen. Nachdem sich vor Ort abzeichnete, wie groß die abzusuchende Fläche tatsächlich war, entschied die Einsatzleitung, zusätzlich Rettungshundeteams zu alarmieren – insbesonders für bewaldete Flächen, wo die Drohnen technisch an ihre Grenzen stoßen. Neben der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Goslar waren dabei auch die Suchhundestaffeln der DRV Harz und der Suchhundestaffel Nordharz im Einsatz. Zeitgleich wurde auch die Ortsfeuerwehr Wiedelah alarmiert: Bei Einsätzen mit Hundeteams schickt die Feuerwehr grundsätzlich ortskundige Kräfte als Begleitung mit – eine Praxis, die sich inzwischen bewährt hat. Zudem wurde die Einsatzleitung im Feuerwehrhaus der Feuerwehr Wiedelah installiert – dort wurden Lagekarten gezeichnet, die zahlreichen taktischen Einheiten koordiniert und der Stand des Einsatzes fortlaufend evaluiert.
Über mehrere Stunden hinweg stiegen die Drohnen aus Goslar und Lengde immer wieder auf, um einzelne Suchabschnitte systematisch abzufliegen – insgesamt an die sieben Mal. Der letzte Start der Drohne erfolgte gegen 05:48 Uhr am Vienenburger See, die letzte Landung wurde um 06:18 Uhr dokumentiert.
Am Rande des Einsatzes waren auch praktische Unterstützungsmaßnahmen gefragt: In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger konnte die zuvor abgeschaltete Straßenbeleuchtung in Wiedelah wieder vollständig eingeschaltet werden und erleichterte so die Arbeit vor Ort. Da ein Rettungshundeteam auch entlang des Bahndamms suchte, musste zudem der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Goslar und Vienenburg für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden.
Nach fast sechs Stunden Suche waren die Akkus buchstäblich als auch metaphorisch leer: Neben den technischen Geräten waren auch die Einsatzkräfte erschöpft, die zuvor bereits durch den Großbrand in der Baßgeige in der Nacht von Sonntag auf Montag stark gefordert waren. Die Suche wurde zunächst unterbrochen. Als Ablösung wurden daraufhin weitere Drohnenteams aus dem Landkreis an die Einsatzstelle entsandt. Ihnen gelang es im Laufe des Vormittags, die vermisste Person zu finden.







