Mit dem Ersten August ändert sich die Führung der Goslarer Feuerwehr. Nach sechs Jahren als Ortsbrandmeister scheidet Abschnittsleiter Udo Löprich aus seinem Amt aus. Ihm folgt Oberbrandmeister Kevin Schmidt, bisheriger stellvertretender Ortsbrandmeister.
Ein bisschen Wehmut liegt dieser Tage im Feuerwehrhaus an der Okerstraße in der Luft. In den letzten acht Jahren hat Löprich zunächst als stellvertretender Ortsbrandmeister und die letzten sechs Jahre als Ortsbrandmeister einiges bewegt. Innovative Projekte machte er sich als Aufgabe. Vorneweg die Entwicklung der Elektromobilität und daraus resultierende mögliche Gefahren und Auswirkungen auf Menschen, Einsatzkräfte und Gerätschaften. Hier fand er einen starken verbündeten in der TU Clausthal und dem Energie- und Forschungszentrum. „Wir müssen uns bei der schnellen Entwicklung von E-Fahrzeugen und Akkus einstellen, wir müssen wissen, welche Gefahren für alle Beteiligten von einem Fahrradakku bei einem Kellerbrand ausgehen können“ ist der 48-jährige überzeugt.
Und auch die Digitalisierung in einer großen Feuerwehr hat Löprich vorangetrieben und weiterentwickelt. Tablets haben auf Einsatzfahrzeugen Einzug gehalten. Eine wesentliche Unterstützung der Arbeit an Einsatzstellen bis hin zur stabsmäßigen Führungsarbeit, wie zuletzt beim Waldbrand am „Verlorenen Berg“ zwischen Granetalsperre und Steinberg in der Goslarer Stadtforst. Und auch die Vernetzung des Feuerwehrhauses und weitere Entwicklung bei einsatzunterstützender IT-Technik sind Bestandteile.
Zu Beginn der Amtszeit als Ortsbrandmeister musste sich Löprich mit der Corona-Pandemie auseinandersetzen. Sein Streben war, alle Mitglieder zu halten. Mit dem richtigen Händchen für das weiterlaufende Einsatzgeschehen und den richtigen Ideen für die Zeit danach ist die Goslarer Feuerwehr nahezu unbeschadet davongekommen.
Jetzt stehen ab September Aufgaben als zukünftiger Kreisbrandmeister im Landkreis Goslar an. Die Goslarer Feuerwehr wünscht Dir, lieber Udo, hierfür weiter eine glückliche Hand, keine weiteren Pandemien und viele weitere kreative Gedanken für die Zukunft der Feuerwehr. Uns „verlässt“ ein einsatztaktischer Fachmann, der mit seiner Sozialkompetenz, Sinn für Kameradschaft und dem speziellen Humor dennoch weiter an unserer Seite stehen wird.
Kevin Schmidt wird als neuer Ortsbrandmeister die Geschicke der Feuerwehr der Kaiserstadt übernehmen. Der gebürtige Braunlager verfügt durch seine beruflichen Jahre in der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle bereits über eine umfangreiche Kompetenz. Führungsarbeit ist dem 37-jährigen nicht unbekannt. Ob als Gruppenführer, Fachzugführer der Stadtfeuerwehr oder als bisheriger stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Goslar. Beruflich mit den IT-Themen für die Feuerwehren der Stadt Goslar betraut, wird Schmidt die fachliche Betreuung koordinieren.
Ihm zur Seite wird künftig der 52-jährige Oberbrandmeister Volker Junge als stellvertretender Ortsbrandmeister stehen. Mit dem Schwerpunkt der Pressearbeit der Goslarer Feuerwehr engagierte sich Junge seit 2006 auch als Schriftführer im Kommando. Beide Ämter wurden zuletzt als Vertreter ausgeführt. Als Zugführer eines Fachzuges der Stadtfeuerwehr und als Brandmeister vom Dienst konnte Führungserfahrung gesammelt werden.
Für Kevin Schmidt und Volker Junge stehen die Einsatzkräfte und Mitglieder im Mittelpunkt ihrer Arbeit der kommenden sechs Jahre. „Wichtig ist, dass alle wieder gesund von den Einsätzen zurückkehren“, so Schmidt. Die neue Goslarer Feuerwehrführung lebt die neue Herausforderung und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn sich die Arbeit der Feuerwehr in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt, so können beide durch eine motivierte Führungsunterstützung und motivierte Einsatzkräfte bauen. Zum Wohle der Stadt und seiner Bevölkerung.




