Beim monatlichen Dienst der Drohnengruppen Goslar und Lengde am Dienstag, 2. Juni 2026, stand das Fliegen im Gelände auf dem Ausbildungsplan — und dafür fuhren die Drohnengruppen das Okertal bei Romkerhall an. Anders als bei den üblichen Übungen auf freier und ebener Fläche wurden diesmal gezielt die Herausforderungen von Wald- und Hanglagen trainiert.
Im Rahmen der seit Kurzem bestehenden Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rettungshundeverband (DRV) und der Suchhundestaffel Nordharz konnten drei Suchhundeteams vom DRV als Gäste begrüßt werden. Nach einem ersten gemeinsamen Ausbildungsdienst im April mit der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Goslar wurde erstmals eine gemeinsame Suchlage mit einer weiteren Hundestaffel simuliert. Gleichzeitig hatten die Hunde die Möglichkeit, sich weiter an den Einsatz von Drohnen zu gewöhnen.
Dabei zeigte sich erneut, wie sinnvoll die enge Zusammenarbeit zwischen Drohnenteams und Rettungshunden ist. Beide Systeme ergänzen sich: Dort, wo die Drohne aufgrund technischer oder natürlicher Grenzen an ihre Leistungsfähigkeit stößt, können die Suchhunde ihre Stärken ausspielen — und umgekehrt ermöglicht die Drohne eine schnelle Suche auf großen oder offenen Flächen.
Während der Übung wurde deutlich, dass Funkverbindungen zwischen Drohne und Fernbedienung in tiefen Tälern schnell an ihre Grenzen gelangen können. Auch dichtes Blätterdach erschwert die Personensuche mit Wärmebildkameras aus der Luft erheblich — Bereiche, in denen Suchhunde ihre besonderen Fähigkeiten ausspielen können. Auf freien Flächen oder bei der großräumigen Erkundung bietet die Drohne dagegen entscheidende Vorteile in Geschwindigkeit und Übersicht.
Die Ausbildung hat eindrucksvoll gezeigt, dass moderne Drohnentechnik und Suchhunde keine Konkurrenz darstellen, sondern sich im Einsatzfall ideal ergänzen. Durch die enge Zusammenarbeit aller Staffeln können Suchmaßnahmen künftig noch effizienter und zielgerichteter durchgeführt werden.












