Benedikt Pillach stellt sich den härtesten Wettkämpfen
Der Sommer 2025 stand für Benedikt Pillach von der Feuerwehr Goslar ganz im Zeichen des internationalen Feuerwehrsports. Mit seiner Teilnahme am Toughest Firefighter Alive (TFA) Germany in Mönchengladbach sowie an der British Firefighter Challenge (BFC) im englischen Watford stellte er sich zwei Wettbewerben, die zu den anspruchsvollsten Leistungsvergleichen von Feuerwehrangehörigen weltweit zählen.
TFA in Mönchengladbach
Im Juni trat Pillach in Mönchengladbach an, wo sich jährlich Feuerwehrleute aus zahlreichen Nationen zum „Toughest Firefighter Alive“ versammeln. Der Wettbewerb ist in vier aufeinanderfolgende Stationen gegliedert, die unter enormem Zeitdruck bewältigt werden müssen. Für jede dieser Aufgaben – darunter Treppenläufe in voller Schutzausrüstung mit Pressluftatmer, das Hochziehen schwerer Lasten sowie verschiedene Kraft- und Ausdauerelemente – bleiben den Teilnehmern maximal vier Minuten, ehe nach nur zehn Minuten Pause die nächste Herausforderung wartet.
Insgesamt stellten sich in diesem Jahr rund 150 Feuerwehrangehörige den Belastungen. „Alle Stationen sind realitätsnah und knallhart – man merkt sofort, dass der Wettbewerb von der Einsatzpraxis inspiriert ist“, betonte Pillach.
British Firefighter Challenge in Watford
Nur wenige Wochen später nahm Benedikt Pillach im Juli an der British Firefighter Challenge teil. Austragungsort war die Stadt Watford bei London, wo ein anspruchsvoller Parcours mitten in einer belebten Einkaufsstraße aufgebaut war. Dieses besondere Umfeld sorgte nicht nur für eine außergewöhnliche Atmosphäre, sondern auch für ein hohes Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit. „Die Stimmung war einfach unglaublich, die Zuschauer haben einen förmlich mitgetragen“, schilderte er. Das gesamte Spektakel wurde zudem live im Internet übertragen, sodass auch zuhause viele Kameradinnen und Kameraden mitfiebern konnten.
Das Teilnehmerfeld umfasste 240 Feuerwehrleute aus 16 Nationen, darunter auch 16 Starter aus Deutschland. Der Wettkampf bestand aus einem realitätsnahen Übungsablauf: Zunächst war ein Treppenlauf mit Pressluftatmer in das dritte Obergeschoss zu absolvieren, wo ein Schlauchpaket von etwa 15 bis 20 Kilogramm nach oben gezogen werden musste. Es folgte die Arbeit an der sogenannten Kaiserforce-Maschine, bei der Schlagkraft und Ausdauer gefragt sind. Anschließend stand das Ziehen eines Schlauches über eine Distanz von 60 Metern auf dem Programm. Danach musste noch ein Schlauch aufgerollt und in eine Box gelegt werden, bevor es mit dem Tragen von vier Kanistern mit je 20 Kilogramm über zehn Meter weiterging. Als Abschluss war schließlich der rund 70 Kilogramm schwere Rettungsdummy „Randy“ über eine Strecke von etwa 50 Metern zu bewegen.
Benedikt Pillach bewältigte den Parcours in einer Zeit von 3:41,60 Minuten und erreichte damit den 156. Platz. „Ich bin sogar gegen einen Engländer direkt im Duell gelaufen – das war richtig spannend und ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen“, berichtete er anschließend.
Bilanz und Ausblick
In seiner persönlichen Bilanz hob Pillach hervor, dass die Wettkämpfe nicht nur sportlich fordernd, sondern auch kameradschaftlich bereichernd gewesen seien. „Die Atmosphäre war einfach mega gut, die Briten haben uns enorm stark angefeuert“, fasste er seine Eindrücke zusammen. Beide Veranstaltungen hätten gezeigt, wie viel Leistungsbereitschaft, Disziplin und Teamgeist im internationalen Feuerwehrsport stecke.
Mit seiner Teilnahme am TFA Germany wie auch an der British Firefighter Challenge hat Benedikt Pillach eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er nicht nur bereit ist, an seine Grenzen zu gehen, sondern auch die Feuerwehr Goslar auf internationalem Parkett würdig vertritt.
Text Michel Langlotz











