Der Goslarer Marktplatz wurde am Samstag zur lebendigen Kulisse für den ersten Präventionstag des Kommunalen Präventionsrates (KPR). Bei strahlendem Spätsommerwetter versammelten sich zahlreiche Akteure, um das breite Spektrum an Präventionsarbeit, Vorsorge und Hilfsangeboten in der Stadt sichtbar zu machen. Es war die erste Veranstaltung dieser Art in Goslar – und sie wurde von den Besucherinnen und Besuchern sehr gut angenommen.
Rund um das Thema Sicherheit präsentierten sich neben der Polizei auch die Asklepios Harzkliniken, der Landkreis Goslar mit Informationen zu Bevölkerungsschutz und Krisenintervention, die Johanniter Unfallhilfe, der Kinderschutzbund sowie weitere Partnerorganisationen. Jeder brachte seine spezifischen Schwerpunkte ein: von Kinderschutz über Gesundheitsprävention bis hin zu Notfallversorgung und Krisenbewältigung.
Die Feuerwehr Goslar war gleich mehrfach präsent. Mit der Brandschutzerziehung, der Station „Kindergeburtstag“ und der Jugendfeuerwehr zeigte sie praxisnah, was im Ernstfall zählt. Am Brandhaus konnten Kinder und Erwachsene beobachten, wie sich Rauch in einem Raum ausbreitet und warum Rauchwarnmelder unverzichtbar sind. Außerdem erhielten Besucher wichtige Tipps zum richtigen Verhalten im Brandfall. Für die jüngeren Gäste bot die Stadtjugendfeuerwehr zusätzlich Wasserspiele an – ein Publikumsmagnet an diesem sonnigen Tag.
Ein zentrales Highlight war die eindrucksvolle Vorführung eines Verkehrsunfalls, die moderiert von Stefan Kruse stattfand. Dabei wurde das Konzept des Aktionstages „Stay Alive“ vorgestellt, der von den Asklepios Harzkliniken initiiert wurde. Zwei Freiwillige aus dem Publikum meldeten sich spontan als Ersthelfer und zeigten, wie wichtig schnelles und beherztes Handeln am Unfallort ist. Anschließend übernahmen die Einsatzkräfte und stellten ihre Arbeit Schritt für Schritt dar – von der technischen Rettung bis zur Übergabe an den Rettungsdienst. Besonders eindrücklich war, wie realistisch diese Abläufe dargestellt wurden. Zur besseren Veranschaulichung lief die Übung bewusst in ruhigem Tempo ab, sodass die zahlreichen Zuschauer die Abläufe genau verfolgen konnten.
Im Anschluss erhielten Interessierte außerdem Einblicke in den weiteren Verlauf des „Stay Alive“-Konzeptes: von der Versorgung der „Verletzten“ in der Notaufnahme bis hin zum Besuch im Andachtsraum des Krankenhauses. Dort wurde deutlich, wie stark ein solches Szenario auch emotional nachwirken kann und welche Bedeutung die seelische Verarbeitung für alle Beteiligten hat.
Der Tag war geprägt von vielen Gesprächen. Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über Brandschutzerziehung, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Bevölkerungsschutz oder auch die Arbeit von Kinderschutzbund und Johannitern zu informieren. Viele Kinder probierten sich an den Mitmachstationen aus, Erwachsene stellten Fragen und suchten den direkten Austausch mit den Einsatzkräften.
Der erste Präventionstag des KPR zeigte, wie vielfältig und vernetzt Präventionsarbeit in Goslar aufgestellt ist. Von Gesundheit über Kinderschutz bis hin zu Brand- und Bevölkerungsschutz wurden die Themen in all ihren Facetten abgebildet. Und: Der Marktplatz erwies sich als ideale Bühne für dieses Zusammenspiel – mitten in der Stadt, offen für alle und getragen vom gemeinsamen Ziel, Sicherheit und Vorsorge in den Mittelpunkt zu rücken.








