Datum: 4. Oktober 2025 um 4:45 Uhr
Einsatzart: Sturmschaden
Einheiten und Fahrzeuge:
- KdoW-BvD, DLA(K) 23/12, HLF 20-1, GW-L 2, LF 20/16, Kdow
Einsatzbericht:
Noch bevor der Sturm am frühen Morgen des 4. Oktober über Goslar hinwegzog, war die Nacht für die Feuerwehr bereits unruhig verlaufen. Zwei Einsätze in den Nachtstunden hatten die Einsatzkräfte schon beschäftigt, ehe ab etwa 4:45 Uhr die ersten wetterbedingten Alarmierungen eingingen.
Im Verlauf des Morgens wurde die Feuerwehr Goslar zu einer Vielzahl sturmbedingter Hilfeleistungen im Stadtgebiet und auf den umliegenden Straßen gerufen. Schwerpunkt waren umgestürzte Bäume, herabgestürzte oder angebrochene Äste sowie Gefahren durch lose Kronenteile. Manche Lagen konnten zügig mit Muskelkraft und einfachem Gerät abgearbeitet werden, für andere waren Motorsägen, Absicherungsmaßnahmen oder die Drehleiter erforderlich. Bis 7.00 Uhr war in der Feuerwache Goslar die ÖEL, die Örtliche Einsatzleitung, besetzt, um die Bearbeitung der Einsatzstellen zu koordinieren.
Im Bereich Georgenberg wurde in der Feldstraße zunächst ein Baum beseitigt, der die Fahrbahn blockierte und ein geparktes Fahrzeug beschädigt hatte. Kurz darauf folgte in der Von-Burgdorf-Straße ein weiterer Baum auf der Straße. In Ortsteil Steinberg, Doktorswiese, war ein Baum auf ein Hausdach gestürzt; nach Erkundung wurde das Gebäude gesichert und die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben. Auf der Clausthaler Straße wurde ein umgestürzter Baum entfernt und die Strecke somit wieder freigemacht. Ebenfalls in der Altstadt, Bäckerstraße, lag ein größerer Baum quer über der Fahrbahn und hatte zwei Fahrzeuge beschädigt. Nach der Räumung der Straße entfernte die Drehleiter noch zwei bruchgefährdete Äste aus dem betroffenen Baum.
Eine weitere Lageerkundung in der Feldstraße ergab, dass kein weiterer Einsatz erforderlich war. Im Kramerswinkel, Immenröder Straße/Kurt-Schumacher-Allee, wurden sturmgeschädigte Äste von der Fahrbahn entfernt. Auf der B 6 im Bereich der Riechenberger Spange wurde ein herabzustürzen drohender Ast kontrolliert, ein Eingreifen war hier nicht erforderlich.
Im Bereich des Bergwerksmuseums Rammelsberg wurde nach einer ersten Erkundung festgestellt, dass zusätzliche Arbeiten mit schwerem Gerät nötig sind. Hierfür wurde ein HLF mit Kettensäge nachgefordert, um die Einsatzstelle vollständig abzuarbeiten.
Auch außerhalb des Stadtgebiets war Unterstützung gefragt: Bei Vienenburg handelte es sich um eine Einsatzstelle, die aufgrund der Lage die Drehleiter aus Goslar zur Unterstützung erforderte. Die Strecke musste kurzfristig voll gesperrt werden, bevor der Ast entfernt und die Sperrung wieder aufgehoben wurde. In der Altstadt, Glockengießerstraße/Trollmönch, wurde ein angebrochener Ast gesichert; die weiteren Absperrmaßnahmen übernahm der Bauhof.
Bis ca. 10:00 Uhr wurden damit insgesamt elf Einsatzstellen im Zusammenhang mit dem Sturm abgearbeitet. Die Feuerwehr Goslar war über mehrere Stunden mit zahlreichen Kräften im Einsatz, um Verkehrswege freizumachen, Gefahrenstellen zu sichern und die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen.

















